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Aktuelles

AKTUELLES

In den letzten Monaten haben wir diese Bücher gelesen:

  • SIE KAM AUS MARIUPOL von Natascha Wodin
  • MACHANDEL von Regina Scheer

Nun wagen wir uns an GLÜCKSKIND MIT VATER von Christoph Hein.

Literaturschoppen

…. und auch 2021 lesen und reden wir trotz/mit Corona weiter im Literaturschoppen an folgenden Terminen zum Jahresthema:

„Die Malweiber – talentierte Frauen zwischen Kunst und Liebe“

Donnerstag, 28. Januar 2021, 15.30 und 15.45 Uhr (2 Gruppen):

LWL-Museum Münster:  Führung durch die Ausstellung  „Passion Leidenschaft. Die Kunst der großen Gefühle“  Montag, 22. März 2021, 18.00 Uhr:

Angelika Overath: „Sie dreht sich um“

Montag, 14. Juni 2021, 18.00 Uhr:

Stina Lund: „Die Frauen von Skagen“

Montag: 30. August 2021, 18.00 Uhr:

Mary Basson: „Die Malerin“ – Die Kunst war ihr Leben – Kandinsky ihr Schicksal

Montag: 8. November 2021, 18.00 Uhr - Abschlussabend:

Moritz Rinke: „Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel“ (just for fun)

Literaturschoppen

Aus Anlass des 1200-jährigen Bistumsjubiläums wurde der Slogan ausgerufen: „Das ganze Bistum liest ein Buch“, nämlich „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink. Die Idee wurde vom Büchereiteam aufgegriffen. So gründete sich 2004 der „Literaturschoppen“ – ein Kreis mit 12 literaturbegeisterten Damen, die sich in gemütlicher Runde bei einem Schoppen Wein bis heute über viele interessante Bücher zu den verschiedensten Jahresthemen austauschen. 

Eine Teilnehmerin entwickelte die Idee, aus den vielen gelesenen Buchtiteln eine eigene Geschichte zu spinnen. So entstanden die zwei selbst „gestrickten“ Geschichten: die erste aus Anlass des 10-jährigen Bestehens und die zweite nach weiteren 5 Jahren. 

Beim Jubiläumsfest „15 Jahre Literaturschoppen“ 2019 fanden diese Geschichten den allergrößten Beifall, gehen mit dieser Art der Erinnerungen doch keine gelesenen Romanfiguren und –inhalte so schnell verloren.

 

Eine schöne Geschichte schreibt man nie allein .....

..... Wie das Leben so spielt - Teil I

Eigentlich waren es SUPER GUTE TAGE, als VERONIKA BESCHLIESST ZU STERBEN. In der Klinik, in die sie eingeliefert worden war, hatte es ihr DER VORLESER angetan, der DAS BUCH DES VATERS in vielen Therapiestunden in der Depressiv-Gruppe hervorkramte und daraus vorlas. Seine wunderbare Stimme und DIE FÜNF MENSCHEN, DIE DIR IM HIMMEL BEGEGNEN auf ihre ganz besondere Weise halfen mit, der HEIMSUCHUNG keinen Raum zu geben.

 Die Gruppe lernte mittwochs beim 2. Frühstück DEN GESCHMACK VON APFELKERNEN intensiv kennen und DIE SCHACHSPIELERIN, sie wollte unbedingt mit FRÄULEIN STARK angesprochen werden, gab auf Nachfrage gerne ihre Spieltricks preis. DAS MÄDCHEN MIT DER EIDECHSE und FRAU SARTORIS scharten sich um DIE KLATSCHMOHNFRAU – sie probten für das Theaterstück EIN FRÖHLICHES BEGRÄBNIS.

Derweil stöberte DER VERLORENE im fast unbenutzten großen Saal der Klinik ein Klavier auf und übte wieder und wieder die seit Jugendtagen geliebte KREUZERSONATE.

 LEON UND LOUISE lernten sich in der Gruppe kennen und lieben und Leon schwärmte und erzählte jedem, sie ist DIE FRAU MEINES LEBENS. Beide waren über beide Ohren verliebt und sangen das bekannte Liebeslied DER HIMMEL IST BLAU, DIE ERDE IST WEISS und auch die Arie vom SONNENSCHEINPFERD schallerte durchs Haus.

 DIE TAGE MIT JANTIEN, der supergeilen Ergotherapeutin, so fand der schönste Mann der Gruppe, ein echter Machotyp, von allen nur DER SCHWIMMER genannt, vergingen für ihn viel zu schnell. 

In der Gruppe tat sich noch ein Drama auf: ALBERTA EMPFÄNGT EINEN LIEBHABER, entgegen den Hausregeln und ausdrücklicher Weisung des Direktors. Dieser tobte fürchterlich, aber ER GING DURCHS FEUER UND BRANNTE NICHT. Notgedrungen wurde DER GELIEBTE DER MUTTER telefonisch herbeigerufen, er stand gerade dicht AM HANG und schaute sich die schwarze Abfahrt am Steilhang in Winterberg an, als sein Handy klingelte, Manno, immer ZUR FALSCHEN ZEIT. Warum hat das Handy keine Abstelltaste ADRESSAT UNBEKANNT? Dann würde er jetzt nicht gestört, um die verrückte Alberta abzuholen.  

Beim gemeinsamen Abschiedsfest der Therapiegruppe plauderte Ayse ganz unbeschwert das von ihr lange geheim gehaltene DAS GEHEIMNIS IHRER TÜRKISCHEN GROSSMUTTER aus. Doch der Höhepunkt des Abschiedsfestes war die geheimnisvolle Suche ihres letzten gemeinsamen Abendessens in den weiten Fluren der Klinik und schließlich im hintersten Winkel DIE ENTDECKUNG DER CURRYWURST für alle.

Die Chor-AG unter der Leitung von HANNAH, dem Küken der Gruppe, sang überschwänglich den allen bekannten Hit so EIN TAG MIT HERRN JULES, der sollte nie vergeh‘n. 

DIE ACCABADORA sang und wiegte anschließend alle müden ehemals Depressiven in den wohlverdienten MAGNOLIENSCHLAF und DER REST IST SCHWEIGEN. Ich sage euch:  es ist nicht verwunderlich und auch KEIN GEHEIMNIS und obendrein DAS GESCHENK des Tages, dass wir Literaturfrauen DEN REGEN BEVOR ER FÄLLT schon bemerken und nicht so langweilig LEBEN WIE ANDERE LEUTE.

 

 

Eine schöne Geschichte schreibt man nie allein .....

..... Wie das Leben so spielt - Teil II

Der ALTE KÖNIG IN SEINEM EXIL fühlte sich absolut nicht wohl. Sein NORMALES LEBEN war derart AUS DEN FUGEN geraten, nachdem sein Sohn, der Erbprinz STONER, ständig gegen ihn MOBBING betrieb und ihn quasi aus dem Schloss vertrieb an die belgische Küste nach OSTENDE weit hinter den KATZENBERGEN. Dieses Verhalten konnte man keinem vernünftigen Menschen ERKLÄR(T)en, schon gar nicht PEREIRA.

Der alte König in seinem Exil musste seine charakterlichen Eigenschaften, die nicht immer perfekt und allen angenehm waren, allerdings so gar nicht unter DEN SCHEFFEL stellen und verließ sich bei seinem Verhalten oft auf die Weisheiten seiner Jugend:  MÄNNER LIEBEN halt ANDERS!

Der junge Erbprinz STONER sah diese Einstellung und den Spruch des Alten sehr kritisch und zettelte immer wieder Zoff an. Er fand nämlich DIE HERRLICHKEIT DES LEBENS im täglichen Studium der ANATOMIE DER WOLKEN und liebte abends ausgiebige KONZERTE OHNE DICHTER.

Die Schwiegertochter des alten Königs hatte allerdings eine Schwäche für ihren Schwiegervater, fühlte sich durch das Abschieben des alten Mannes sehr elend und unterhielt hinter dem Rücken ihres Mannes eine rege Korrespondenz mit dem Alten König. Sie besorgte ihm heimlich bei der Deutschen Bahn ein günstiges Reiseticket und suchte eine Zugverbindung heraus um 6.41 UHR, also weit NACH MITTERNACHT, und versprach dem alten Mann, WENN DU WIEDERKOMMST, ist MEIN HEIMATLAND EIN APFELKERN für dich.

ACH, GLÜCK!!!

 

Ansprechpartnerin: Monika Reidegeld-Knospe: moni.knospe@gmx.de